Die Wübben Stiftung Wissenschaft fördert im Rahmen ihres Sandpit-Programms zum Jahresthema „Big Data“ das Projekt „Interpreting Atrocities at Scale: AI, International Criminal Trials, and the Making of History“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Vorhaben bringt Forschende aus der Geschichtswissenschaft, dem internationalen Strafrecht, den Digital Humanities und der Informatik zusammen, um gemeinsam eine Reihe von KI-Experimenten durchzuführen. Ziel ist es, anhand eines klar umrissenen Forschungsfelds zu untersuchen, wie Künstliche Intelligenz die historische Wissensproduktion und Erinnerungskultur verändert. Wie werten KI-Systeme große digitale Archive internationaler Strafprozesse aus und welche Folgen hat dies für das öffentliche Verständnis historischer Gewaltverbrechen? Um diese Frage zu beantworten, analysieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Archive der Nürnberger Prozesse, des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda (ICTR).
Vorstellung: Wie KI Geschichte deutet – Workshop erforscht den Einsatz von KI bei der Auswertung völkerstrafrechtlicher Aktenbestände
