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Die Lange Nacht der Wissenschaften

Professor Safferling und sein Team haben sich sowohl 2017 als auch 2019 an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligt.

Auch im Jahr 2019 werden wir uns wieder an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligen.

Geschworenengericht trifft Schöffengericht“ mit Professor Dr. Christoph Safferling – Vorführung, 18:30 – 23:45 Uhr, Saal 600, Nürnberg

Nach dem Erfolg im Jahr 2017 werden wir auch dieses Jahr gemeinsam mit dem Oberlandesgericht Nürnberg und einer in Grafenwöhr stationierten amerikanischen Militärstaatsanwaltschaft den Ablauf eines Strafverfahrens – nach deutschem und amerikanischem Recht im historischen Saal 600 darstellen. Dies bietet einen Einblick in zwei verschiedene Rechtssysteme in der beeindruckenden Atmosphäre des historischen Schwurgerichtsaals. Dabei wird Ihnen auch dieses Mal Professor Safferling die Unterschiede zwischen dem deutschen und amerikanischen Verfahrensablauf erläutern.

„Cyber-Ermittlungen – von der Online-Streife bis zur Online-Durchsuchung“ mit Dr. Christian Rückert – Diskussion, Vortrag, 19:00 – 19:45 Uhr, Juridicum 0.283

In Erlangen wird Dr. Christian Rückert die Möglichkeiten und Grenzen moderner Ermittlungsmaßnahmen im Internet und auf Computersystemen erläutern. Dabei werden sowohl die technischen und rechtlichen Beschränkungen bereits eingesetzter Ermittlungsbefugnisse (z.B. virtuelle verdeckte Ermittler, Quellen-Telekommunikationsüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, „stille SMS“, Online-Durchsuchung) als auch diejenigen von neuartigen kriminalistischen Werkzeugen (z.B. Forensic Web Mining, Browser Fingerprinting, KI-Einsatz zur Datenauswertung, Seitenkanal-Attacken). Der Vortrag erläutert dabei allgemeinverständlich, wie Cyber-Ermittlungen funktionieren und erklärt die europa-, verfassungs- und strafprozessrechtlichen Grundlagen und Grenzen des Einsatzes solcher moderner Ermittlungswerkzeuge. Thematisiert werden dabei vor allem Problemfelder, die alle Arten von Cyber-Ermittlungen betreffen (z.B. Gefährdungspotential für Grundrechte, grenzüberschreitende Dateneingriffe, Automatisierung der Datenverarbeitung).

„Der Internationale Strafgerichtshof verhandelt: Prosecutor vs. Mr. Vega“ mit Marlene Wüst – Vorführung, 18:00 – 18:45 Uhr, Juridicum 1.282, Erlangen

Wie läuft eine Verhandlung vor dem Internationalen Strafgerichtshof ab? Erleben Sie in der vom FAU Moot Network veranstalteten „Moot Show“ live eine simulierte Gerichtsverhandlung vor dem IStGH. Das Nuremberg Moot Court Team der FAU verhandelt den fiktiven Fall des diesjährigen Wettbewerbs „Prosecutor vs. Mr. Vega“. Dem Angeklagten wird das Verschwindenlassen einer Gruppe von Flüchtlingen sowie einer gegnerischen rechtsradikalen Gruppierung vorgeworfen, deren Konflikt zu Unruhen in dem Land „Schwarzwald“ geführt hatte. Die Anklage lautet „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Wie wird die Richterbank entscheiden?

Oberlandesgericht Nürnberg Saal 600

Gemeinsam mit dem Oberlandesgericht Nürnberg und einer in Grafenwöhr stationierten amerikanischen Militärstaatsanwaltschaft stellte der Lehrstuhl im historischen Schwurgerichtsaal den Ablauf eines Strafverfahrens vor – nach deutschem und amerikanischem Recht. Zahlreiche Besucher verschafften sich so einen Einblick in beide die beiden Rechtssysteme. Die Unterschiede erläuterten zwischendurch Professor Safferling und Lieutenant Colonel (ret.) Bradley J. Huestis, der in 20 Jahren als Militärjurist etliche Male die Anklage in Militärgerichtsverfahren vertreten hat. Die Zuschauer waren sichtlich beeindruckt von der Atmosphäre in einem Gerichtssaal. Überraschend kam für viele auch der unterschiedliche Ausgang beider Verfahren trotz gleichen Sachverhalts. Klarheit verschaffte Professor Safferling im Anschluss an die Verfahren durch die Beantwortung der Fragen aus dem Publikum.

Parallel dazu führte Michaela Lissowsky durch die Ausstellung im Memorium Nürnberger Prozesse und erklärte die Auswirkungen der Nürnberger Prozesse auf die Entwicklung des Völkerstrafrechts.

JDC Schillerstraße

Der Lehrstuhl war auch am zweiten Standort, dem Juridicum in Erlangen, mit Beiträgen aus den Themenbereichen „Cybercrime“ und „Strafrecht und Verfassung“ vertreten. Unser Mitarbeiter Dr. Christian Rückert führte die Zuhörer um 21 Uhr mit seinem Vortrag „Darknet, Bitcoins und Underground Economy“ auf die „dunkle Seite des Internets“. In der vollbesetzten „Lernbrücke“ erklärte Dr. Rückert die technischen Hintergründe des TOR-Netzwerks und der virtuellen Kryptowährungen sowie den Einsatz dieser Technologien durch kriminelle Akteure und die Möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden.

Der zweite Vortrag des Abends war ein Kooperationsprojekt der Lehrstühle Safferling und Kudlich. Dr. Mustafa Oğlakcıoğlu und Dr. Christian Rückert brachten den zahlreichen Besuchern in der „Spätschicht“ um 23 Uhr die Welt des „Gangsta-Rap“ näher. Thematisiert wurden dabei sowohl die popkulturellen Hintergründe als auch die Frage, ob und ggf. wie sich Gangsta-Rapper mit ihren gewaltverherrlichenden, homophoben und frauenfeindlichen Texten unter Beachtung der Kunstfreiheit strafbar machen können.

Weitere Eindrücke des Abends finden Sie auf der ICLU-Facebookseite.

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