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5. Symposium der jungen Strafrechtlerinnen und Strafrechtler, 29./30.4.2016 – Nürnberg

Foto: Schuhr

Am 29. und 30.4.2016 fand im berühmten Schwurgerichtssaal 600 des Oberlandesgerichts Nürnberg das 5. Symposium der jungen Strafrechtlerinnen und Strafrechtler statt. Die Symposien des Jungen Strafrechts sind die größten strafrechtlichen Nachwuchstagungen im deutschsprachigen Raum. Organisiert wurde das diesjährige Symposium von unserem Mitarbeiter Christian Rückert in Zusammenarbeit mit Herrn PD Dr. Jan Schuhr und Herrn Dr. Mustafa Oğlakcıoğlu (beide Lehrstuhl Prof. Dr. Hans Kudlich).

Ca. 70 Nachwuchswissenschaftler hatten sich in Nürnberg eingefunden, um zwei Tage lang über die „Axiome des nationalen und internationalen Strafprozessrechts“ zu diskutieren. Angereist waren Referenten und Teilnehmer aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und sogar Gäste aus der Türkei und Japan hatten ihren Weg ins Oberlandesgericht Nürnberg gefunden. Im historischen Schwurgerichtssaal 600 hatten die Teilnehmer dabei die Möglichkeit, acht Referate zu verschiedenen Teilaspekten zu hören und anschließend ausreichend Gelegenheit, in interessante und vielschichtige Diskussionen einzusteigen.

Grußwort Professor Caspers

Grußwort Professor Caspers; Foto: Schuhr

Nach Grußworten des Oberbürgermeisters der Stadt Erlangen, Dr. Florian Janik, des Vizepräsidenten des Oberlandesgerichts Nürnberg, Manfred Schwerdtner sowie des Dekans des Fachbereichs Rechtswissenschaften der FAU, Herrn Prof. Dr. Georg Caspers, wurde der erste Tag von Dr. Frank Zimmermann eingeleitet, der ein Referat zur politischen Einflussnahme auf Strafverfahren hielt. Anschließend sprach Jun.-Prof. Dr. Osman Isfen zur Wiederaufnahme von Strafverfahren zuungunsten des Beschuldigten. Den wissenschaftlichen Abschluss des ersten Tages bildete das Referat von RA Dr. Sascha Kische zum Thema „Richterliche Vorbefasstheit“.

Als Rahmenprogramm wurden die Teilnehmer am Abend von Bürgermeister Christian Vogel im Rathaus in Nürnberg empfangen. Dort hatten sie die Möglichkeit, an einer Führung durch die Nürnberger Lochgefängnisse teilzunehmen. Zur Stärkung wurden – ganz im Sinne fränkischen Lokalpatriotismus – Brezen und Nürnberger Bratwürste serviert.

Vortrag Dr. Zimmermann; Foto: Schuhr

Vortrag Dr. Zimmermann; Foto: Schuhr

Der zweite Tag des Symposiums startete mit einem Referat eines türkischen Gastwissenschaftlers. Prof. Dr. Ilker Tepe von der Universität Izmir sprach zur „(Un-)endlichen Reform des türkischen Strafprozessrechts. Ihm folgte ein Beitrag von Dr. Manuel Ladiges über die Anwendung der Strafprozessordnung in den Zeiten des Nationalsozialismus. Die Mittagspause wurde von einem Vortrag der Leiterin des Memoriums Nürnberger Prozesse, Frau Henrike Clausen, eingeleitet. Die Teilnehmer hatten während des Mittagessens dann auch Gelegenheit, das Memorium zu besuchen. Der Nachmittag wurde mit einem rechtsphilosophischen Referat von RA Jochen Link zu dem Thema „Wahrheit und Gerechtigkeit im Strafverfahren“ eingeleitet. Dr. Thomas Schröder sprach anschließend zur Europäisierung des Akteneinsichtsrechts. Geschlossen wurde der wissenschaftliche Teil des Symposiums mit einem Vortrag von Dr. Hilde Farthofer zum Beweisrecht im internationalen Strafverfahren.

Am Samstag waren die Teilnehmer als Rahmenprogramm zum Abendessen in die Nürnberger Kanzlei Rödl & Partner eingeladen. Seinen geselligen Abschluss fand das Symposium schließlich beim „gemütlichen“ Beisammensein in der Nürnberger Innenstadt.

Die Nürnberger Nachrichten berichteten: 60_nuernberger_nachrichten_31-mai_Vorschau

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