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Bericht: Hauptverhandlung im „Planspiel StPO“

Bereits zum zweiten Mal wurde von Professor Dr. Christoph Safferling vorlesungsbegleitend ein „Prozessplanspiel“ für Studierende der Vorlesung Strafprozessrecht durchgeführt. In diesem Prozessplanspiel simulierten die Teilnehmer über den Zeitraum eines gesamten Semesters ein vollständiges Strafverfahren, von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens, über ein Zwischenverfahren, bis hin zum Hauptverfahren, welches wiederum seinen Höhepunkt in der abschließenden Hauptverhandlung am 24.1.2020 gefunden hat.

Die Spannung im Sitzungssaal 4 des Amtsgericht Erlangen am Freitag Morgen war greifbar. Im Indizienprozess wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit vollendeter Körperverletzung kam es nach nur wenigen Wochen effektiver Ermittlungsarbeit zur Hauptverhandlung. Nach Vernehmung zweier Sachverständiger, mehrerer Zeugen und Verhörspersonen war die Beweislage für das Gericht immer noch zu dünn, um den Rentner Kurt Kunz, dessen Alibi während der Verhandlung platzte, schuldig zu sprechen. Es kam deshalb zum Freispruch für den 69-Jährigen. „Ich bin erleichtert und froh, dass sich die Wahrheit durchgesetzt hat“, so Kunz selbstbewusst nach Urteilsverkündung. Die Verteidigung gab bekannt, dass ihr Mandant nun so schnell wie möglich seine Umzugspläne nach Wien realisieren wolle. Die Staatsanwaltschaft behielt sich die Einlegung von Rechtsmitteln vor.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre Teilnahme!

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